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In stillem Gedenken an Peter Unger


Das Leben geht weiter“ – Ein letzter Gruß an unseren Segelkameraden und Freund

Wir nehmen Abschied von Peter, einem Mann, der den Wind liebte, die Freiheit auf dem Wasser suchte und für uns alle ein unerschütterlicher Fels in der Brandung war. Peter ist nach schwerer Krankheit friedlich in seinen letzten Hafen eingelaufen. Er hinterlässt eine Lücke an unserem Steg, die so gewaltig ist, dass man sie kaum in Worte fassen kann.

Der Steuermann seines eigenen Kurses

Peter war zeit seines Lebens ein Macher. Er war kein Mann der lauten Töne oder des „Bla Bla Bla“, sondern jemand, der anpackte. Diese Charakterstärke zeigte er bis zum Schluss: In einer stürmischen Zeit, gezeichnet von gesundheitlichen Rückschlägen, übernahm er selbst das Steuer für sein letztes Manöver. Er organisierte seinen Abschied bis ins Detail selbst, um seinen Liebsten die Last in der schweren Stunde zu nehmen – typisch für seine vorausschauende und fürsorgliche Art.

Zuhause auf dem Wasser: Die J/22 „see you later“

Wenn wir uns an Peter erinnern, dann sehen wir ihn auf dem See. Das Wasser war sein Element, und seine J/22 mit dem programmatischen Namen „see you later“ war sein ganzer Stolz. Ob er nun sportlich ambitioniert mit seiner Crew Julia und Julian die Segel setzte oder in ruhigeren Momenten mit seinen treuen Hunden Lucky und später Nando seine Runden drehte – auf dem Boot fand er sein Glück.

Der Segelclub war für Peter weit mehr als nur ein Liegeplatz für sein Boot. Er war das Zentrum vieler Freundschaften. Wir denken zurück an die langen Abende, an denen bis zum Sonnenaufgang debattiert wurde, an das Barfußtanzen auf dem Steg und an die Sonntage, die wir gemeinsam bei Formel 1, Kaffee und Kuchen verbrachten.

Ein Anker für die Gemeinschaft

Peter war der Inbegriff von Hilfsbereitschaft. Wenn irgendwo eine Hand gebraucht wurde, war er da – ohne viel Aufhebens. Ob im Berufsleben im Holzgewerbe, als „Anker“ an der Säge oder als verlässlicher Freund im privaten Kreis: Auf sein Wort und seine Tatkraft konnte man bauen.

Selbst als die Krankheit ihm die Luft für die täglichen Gänge mit seinem Hund Sammy raubte, verlor er nie seinen Humor. Er sprach von „Wassereinbruch im Maschinenraum“ und ausgefallenen „Bilgenpumpen“, bewahrte sich seinen Stolz und lehnte den Rollstuhl bis zuletzt mit einem Augenzwinkern ab. Sein Kampfgeist und seine Fähigkeit, der Situation mit einem Scherz zu begegnen, bleiben uns allen als tief beeindruckendes Beispiel in Erinnerung.

Sein Vermächtnis

Peter hat sich seinen letzten Ruheplatz unter einem Baum selbst ausgesucht – ein Ort der Ruhe, fest verwurzelt, so wie er es für seine Familie immer war. Er wählte diesen Platz ganz bewusst, weil das Leben dort Jahr für Jahr, Blatt für Blatt weitergeht.

Sein Lebensmotto war sein Kompass: „Das Leben geht weiter“. Auch wenn wir heute mit Tränen in den Augen am Ufer stehen, so wissen wir, dass sein Geist bei jeder Brise, die durch unsere Segel streicht, bei uns sein wird.

Wir danken Peter für die Freundschaft, die Zeit auf dem Wasser und die unzähligen Momente der Hilfsbereitschaft.

Farewell, Peter – and we will see you later.