Wir schreiben das Jahr 2025 und am Edersee fühlt es sich an wie in der trockenen Wüste. Wo sonst das sanfte Plätschern der Wellen zu hören war, wiegt sich jetzt hohes Gras im Wind. Das Wasser ist weg, die Fische sind vermutlich umgezogen, und wir Segler? Wir schauen in die Röhre oder besser gesagt, auf eine riesige, grüne Wiese.

Aber Segler sind bekanntlich nicht aus Zucker. Statt zu verzweifeln, haben wir die Ärmel hochgekrempelt und unserem Kutter eine kleine Pause verordnet. Mit vereinten Kräften wurde das gute Stück in Rehbach aus dem noch vorhandenen Element gehievt und sicher eingelagert. Viele fleißige Hände haben dabei mit angepackt, denn in Asel Süd gilt: Auch wenn der See uns verlässt, halten wir zusammen.


Jetzt heißt es warten. Warten auf das Jahr 2026 und die große Schneeschmelze, die unseren geliebten Edersee wieder in einen See verwandelt. Bis dahin üben wir uns im Trockensegeln, erzählen uns Seemannsgarn und halten unsere Boote in Schuss – damit wir bereit sind, wenn die Flut kommt.






















